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MAR 12 2023

Internationaler Tag des offenen Hackerspaces

Am 25. März 2023 findet der diesjährige Internationale Tag des offenen Hackerspaces statt. An diesem Tag öffnen in über 60 europäischen Städten verschiedene Hacker- und Makerspaces ihre Türen.

Der CCC Basel ist nun schon zum zweiten Mal dabei und ist ab 13:00 bis spätabends für alle Interessierten geöffnet.

Du wolltest beispielsweise schon immer mal einen 3D-Drucker ausprobieren, oder interessierst dich dafür, wie man einen der ersten PCs programmiert hat? Oder willst du einen neuen Ort kennenlernen, wo du dich mit anderen an Computern und Technik interessierten Leuten austauschen kannst? Dann laden wir dich ein, am Tag des offenen Hackerspaces bei uns vorbeizukommen.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick:

Internationaler Tag des offenen Hackerspaces
25. März 2023 ab 13.00 Uhr bis spätabends
CCC Basel, Birsfelderstrasse 6, 4132 Muttenz

Unabhängig vom Tag des offenen Hackerspaces ist unser Space auch jeden Dienstag ab 19:30 für alle Interessierten geöffnet.

SEP 09 2022

Vortrag: «DNSSEC (im Jahr 2022)»

Eine Einführung in DNSSEC und dessen Entwicklung in den letzten Jahren.

Mit DNSSEC lässt sich die Integrität und Authentizität von Antworten auf DNS-Queries sicherstellen. Bisher hatte DNSSEC allerdings eher ein Schattendasein gefristet und keine grosse Verbreitung gefunden. Allerdings hat sich da in letzter Zeit einiges geändert. Dieser Vortrag gibt eine kurze Einführung in DNSSEC und erläutert dessen Entwicklungen in den letzten Jahren.

MAY 13 2022

Vortrag: «Post Mortem»

Post Mortem: Lessons Learned aus dem Todesfall eines Serveradmins

Vor zwei Jahren ist unser Grundüngsmitglied Obri überraschend verstorben. Unter anderem hatte Obri sich bei uns um die gesamte Server-Infrastruktur gekümmert. In diesem Vortrag berichtet s3lph darüber, welche Probleme bei der Übernahme und Instandsetzung der Serverinfrastruktur aufgetreten sind, und welche Lektionen andere von uns lernen können.

JAN 01 2022

Remote Chaos Experience NOWHERE

Diesen Winter konnte erneut kein Chaos Communication Congress stattfinden, stattdessen gab es wieder eine Remote Chaos Experience («rC3») mit Vorträgen, Workshops und einer 2D-Welt für das virtuelle Congress-Feeling.

2D-Karte des Hauptraums

Knopfdruck via Telefon-Fernauslöser

Auch dieses Jahr haben wir wieder unseren Hackerspace nachgebaut. Wir sind jedoch noch einen Schritt weiter gegangen als letztes Jahr und haben den virtuellen und physischen Hackerspace miteinander verknüpft: Mit dem Big Red Button, den wir letztes Mal einfach nur in unserer 2D-Welt dargestellt hatten, haben wir dieses Mal, gemäss dem Veranstaltungsmotto «NO WHERE / NOW HERE» die Grenzen zwischen virtueller Welt und der Realität überbrückt:

Damit Teilnehmer des Online-Events den Button «in echt» drücken konnten, haben wir aus einem alten CD-Laufwerk, einem WiFi-fähigen Mikrocontroller und einer selbstgefrästen Platine einen «Fernauslöser» gebastelt, der bei einem Anruf auf eine veranstaltungsinterne Telefonnummer das CD-Laufwerk ausfährt und damit den Knopf drückt. Das Ergebnis des Knopfdrucks liess sich dann in einem 24/7 Videostream ansehen.

Der Big Red Button mit darauf montiertem Fernauslöser.  Rechts im Bild der Laptop mit dem Videostream. Der Big Red Button mit darauf montiertem Fernauslöser. Rechts im Bild der Laptop mit dem Videostream.

Im Infrastructure Review kurz vor Ende der Veranstaltung wurde übrigens erwähnt, das während dem gesamten Event total 20'740 Anrufe getätigt wurden. Mit 219 Anrufen haben die Auslösungen unseres Buttons damit mehr als 1% der Gesamt-Anrufe des Events ausgemacht.

Schatzsuche in der 2D-Welt

Zusätzlich haben wir auf unserer 2D-Welt eine kleine Schatzsuche mit dem Namen «Basler Läckerli-Lauf» veranstaltet: Die Teilnehmenden mussten insgesamt 10 mehr oder weniger versteckte Orte auf unserer Karte finden, und konnten so im Lauf der Suche bis zu 3 verschiedene Errungenschaften («Badges») erhalten. Zusätzlich zum Läckerli-Lauf konnten 4 weitere Badges bei Betrachtung bestimmter Gegenstände auf unserer Karte erlangt werden. Eine Auswahl dieser Badges siehst du hier abgebildet.

Links: Letzte Badge des Läckerli-Laufs. Mitte: «Gaius Infarctus», eine Badge, die man bei Betrachtung eines der oben abgebildeten Fondue-Caquelons erhalten hat. Rechts: Die «RaCCClette»-Badge wurde bei Besuch eines mobilen Raclettestüeblis verliehen. Links: Letzte Badge des Läckerli-Laufs.
Mitte: «Gaius Infarctus», eine Badge, die man bei Betrachtung eines der oben abgebildeten Fondue-Caquelons erhalten hat.
Rechts: Die «RaCCClette»-Badge wurde bei Besuch eines mobilen Raclettestüeblis verliehen.

Total haben am «Läckerli-Lauf» 112 Personen teilgenommen, 57 davon haben erfolgreich alle 10 Läckerlis gefunden.

MAY 30 2021

Wie wir unseren Stromverbrauch halbiert haben

Anfang 2019 hatten wir eine sehr gesalzene Stromrechnung für das vorige Jahr bekommen. Durch Hardwareanschaffungen und ein höheres Besucheraufkommen ist unser Stromverbrauch im Jahr 2018 deutlich grösser als erwartet ausgefallen. Wir haben das zum Anlass genommen, unseren Stromverbrauch mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Auf Stromfresser-Jagd

Zunächst wollten wir in der Lage sein, unseren Gesamtstromverbrauch in Echtzeit zu messen, ohne andauernd zum Stromzähler rennen zu müssen. Hierzu haben wir uns ein entsprechendes IoT-Messgerät angeschafft, das mithilfe von drei kleinen Stromzangen den Stromfluss an den drei Phasen unseres Stromanschlusses (zwischen Stromzähler und Sicherungskasten) misst. Wir haben uns hier für ein Fluksometer entscheiden. Dabei handelt es sich um ein Open-Source-Projekt, das die Messwerte lokal innerhalb unseres Netzwerks bereitstellt, und nicht von einer Cloudplattform abhängig ist.

Aus diesen Messungen konnten wir bereits zwei Schlüsse ziehen:

  • Unser «Grundverbrauch», d.h. wenn sich niemand im Space aufhält und alle Lichter aus sind, belief sich auf ca. 1 100 W.
  • Das Einschalten aller Deckenleuchten verursachte einen Stromverbrauch von ca. 600 W.

Nun ging es darum, herauszufinden, welche Geräte für diesen hohen Stromverbrauch verantwortlich waren. Hierzu zogen wir ein kleines Wattmeter zur Hilfe, das wir zwischen Steckdose und einzelne Verbraucher stecken konnten, um deren Verbrauch zu ermitteln. Damit konnten wir einige Optimierungspotentiale erkennen:

  • Unsere Audioanlage verbraucht im Standby quasi gleich viel Strom wie im laufenden Betrieb, und zwar ca. 35 W.
  • Auch einige andere Geräte hatten im Standby noch einen recht hohen Verbrauch. So hatte z.B. ein Bildschirm, der quasi nie genutzt wurde, einen Standby-Verbrauch von ca. 10 W, rund um die Uhr.
  • Der Grossteil der Verbrauchs kam von unseren Servern: Der Gesamtverbrauch unseres Serverracks belief sich auf fast 800 W. Dabei fielen je 400 W, 200 W und 100 W auf die drei Server ab, sowie ca. 100 W auf das Netzwerkequipment (Switch, Firewall und Kabelmodem).
Installation von Schaltsteckdosen

Um «Standby-Sünder» wie unsere Soundanlage stromsparender zu machen, haben wir zu WiFi-fähigen «Smart Home» Schaltsteckdosen gegriffen, die sich zwischen Wandsteckdose und Verbraucher stecken lassen, und den Verbraucher komplett vom Strom trennen. Diese gibt es von verschiedenen Herstellern in verschiedenen Bauformen und Funktionsweisen. Für uns waren hier folgende Kriterien wichtig:

  • Die Geräte sollten nicht von einer Cloudplattform abhängig sein, sondern über das lokale Netzwerk steuerbar sein.
  • Schalter am Gerät: Selbst bei einem Netzwerkausfall sollten sich die Geräte immer noch ein- und ausschalten lassen.

Was passiert, wenn diese Anforderungen nicht erfüllt sind, durften einige «Smart Home»-Besitzer in den letzten Jahren schmerzhaft erfahren: Ausfälle von Cloudplattformen liessen Familien im Dunkeln und ohne Heizung sitzen, weil sich die Geräte ausschliesslich über diese Plattformen steuern liessen.

Wir hatten uns für Geräte auf Basis des ESP8266-Chips entschieden. Für diese gibt es die Open-Source-Universalfirmware «Tasmota», die sich mit einigem Aufwand (in vielen Fällen muss man die Geräte auseinandernehmen, um an die zur Installation benötigte Schnittstelle zu kommen) auf den meisten Geräten mit diesem Chip installieren lässt.

**Oben links:** Die Schaltsteckdose in Originalzustand. **Oben rechts:** Das Gehäuse wurde demontiert. **Unten links:** An den ESP8266 wurden behelfsmässig Drähte angelötet, um Tasmota zu installieren. **Unten rechts**: Das Tasmota- Webinterface Oben links: Die Schaltsteckdose in Originalzustand.
Oben rechts: Das Gehäuse wurde demontiert.
Unten links: An den ESP8266 wurden behelfsmässig Drähte angelötet, um Tasmota zu installieren.
Unten rechts: Das Tasmota- Webinterface

Die Schaltsteckdosen, für die wir uns entschieden hatten, verbrauchen im Schnitt nur ca. 1 W und ermöglichen uns, die angeschlossenen Geräte sowohl an der Dose selbst, als auch im lokalen Netzwerk ein- und auszuschalten.

Server-Konsolidierung

Wie zuvor erwähnt, hatten wir damals 3 Hardwareserver im Einsatz. Hierbei gilt es noch zu bemerken, dass der 200 W-Server die Ablösung des älteren 400 W-Server sein sollte, die Umstellung sich aber in die Länge zog. Zusätzlich hatte der neue Server nicht genug Disk-Slots, daher wurde ein zusätzliches Disk-Shelf eingesetzt.

Schlussendlich war die Umstellung auf den neuen Server Mitte 2019 abgeschlossen. Das zusätzliche (ziemlich alte) Disk Shelf hatte selber aber auch noch einen Verbrauch von 200 W, daher konnten wir durch die Umstellung «nur» 200 W gewinnen.

Auf dem 100 W-Server lief nur eine sehr kleine Workload. Die wurde danach kurzerhand auf den neuen Server gezügelt, um nochmal 100 W einzusparen. Somit sind wir bis Anfang 2021 mit einem einzelnen Server plus Disk Shelf, zusammen ca. 400 W verblieben.

Nachdem wir Anfang 2021 entschieden hatten, den Storage für I/O-lastige Workloads durch SSDs zu ersetzen, kam wieder die Diskussion auf, wie wir mit dem Disk Shelf verfahren wollen. Wir haben eine weitere Konsolidierung in Angriff genommen, die sich als anspruchsvoll herausstellte:

  • Das Disk Shelf enthielt 14 3.5"-Disks
  • Der Server hatte 10 3.5"-Slots, 2 zur fixen Montage, 8 hot-swappable. Davon waren nach der Umstellung auf SSDs 4 Slots durch diese belegt. Es verblieben also 6 Slots zur freien Nutzung, 2 davon für feste Montage.

Schlussendlich fanden wir aber doch eine zufriedenstellende Lösung: Wir stiessen bei einem Hersteller für Nischen-Hardware auf Hot-Swap-Enclosures für je 2 2.5"-Disks in der Grösse einer 3.5"-Festplatte. So konnten wir in den beiden Slots zur Fixmontage die 4 SSDs unterbringen, und hatten nun 8 freie 3.5"-Slots. Diese haben wir mit Festplatten gefüllt, die jeweils die doppelte Kapazität der Platten in dem Disk Shelf hatten. In einem RAID6-Verbund erhält man mit 8 Festplatten die gleiche Gesamtkapazität wie mit 14 halb so grossen Platten.

Die 2.5 Die 2.5"-Enclosures (beschriftet mit 0,1,2,3) fassen nun die SSDs, sodass in den 8 Slots darunter genug Disks passen. Das externe Disk Shelf (unten im Bild) konnte ausser Betrieb genommen werden.

Somit konnten wir das Disk Shelf ebenfalls abstellen und sind nun mit einem einzelnen Server verblieben, der weiterhin 200 W verbraucht. Nebenbei ist es dadurch in unserem Space auch ein gutes Stück leiser geworden, da deutlich weniger Lüfter vor sich hin röcheln.

Nachdem der Switch in unserem Rack anfing, den Geist aufzugeben, haben wir diesen durch ein moderneres Modell ersetzt, und konnten hier nochmal ca. 30 W einsparen. Somit verursacht das Rack nur noch einen Gesamtverbrauch von 270 W.

Unser Serverrack im Wandel der letzten 2 Jahre Unser Serverrack im Wandel der letzten 2 Jahre

Fazit

Mit den beschriebenen Optimierungen konnten wir unseren kontinuierlichen Stromverbrauch um ca. 600 W senken: Von einem Grundverbrauch von 1 100 W ausgehend sind wir nun bei ca. 500 W angelangt, und haben den Verbrauch damit mehr als halbiert.

In den letzten zwei Jahren sind unsere Stromrechnungen durch diese Optimierungen bereits merkbar günstiger ausgefallen, und wir freuen uns schon auf die nächste Rechnung, die nochmal merklich nach unten gehen dürfte.